Neue Fasern auf der Haut – Algen

Die Textilindustrie entwickelt sich immer weiter. Neben innovativen Methoden der Verarbeitung spielen auch neue Fasern eine immer stärkere Rolle, auch weil althergebrachte Materialien wie Baumwolle ein wenig in Verruf geraten sind. Die Beeinträchtigungen der Umwelt durch den Anbau der Pflanzen, insbesondere der hohe Wasserverbrauch, passen nicht mehr mit aktuellen Vorstellungen von Nachhaltigkeit zusammen. Synthetische Fasern werden meist aus dem knapper werdenden Rohstoff Erdöl erzeugt, auch sind ihre Trageeigenschaften oftmals alles andere als optimal. Zudem besteht bei neuen Fasern das Potenzial für Textilien mit ganz anderen, besseren Eigenschaften. Grund genug also für die Wissenschaft, intensiv nach Alternativen zu suchen. Als nachwachsenden Fasern bereits im Einsatz sind zum Beispiel Bambus oder Milchproteinfasern. Aktuell gewinnen Meeresalgen als Grundlage für Textilien an Bedeutung, so wie die Faser SeaCell® der smartfiberAG. Der Unterwäschehersteller Speidel hat diese in Kombination mit sehr feiner Baumwolle exklusiv für Europa für seine neuesten Kollektionen verarbeitet. Entstanden ist dabei besonders weiche und anschmiegsame Wäsche, eine Weichheit, die mit keiner anderen Faser erreicht wird.

Gesunde Wäsche aus der Natur

Über den einzigartigen Komfort hinaus, werden den SeaCell-Algenfasern dauerhaft wirksame gesundheitsfördernde und pflegende Eigenschaften zugeschrieben: Die kleinen Seepflanzen enthalten neben Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen auch sogenannte Antioxidantien, freie Radikale unschädlich machen. Diese kurzlebigen und hochreaktiven chemischen Verbindungen, die die Haut schädigen, entstehen zum Beispiel durch Hitze, elektrische Entladungen oder UV-Strahlung. Das Material, bei dem es sich exakt um Cellulosefaser handelt, in die Braunalgen eingelagert werden, beruhigt die Haut und ist insbesondere für Allergiker und Menschen mit Neurodermitis zu empfehlen.
Der Einsatz der Algenfasern ist aber nicht nur ein Gewinn für die Trägerin, auch die Umwelt profitiert davon, denn die natürlichen Ausgangsstoffe aus dem Meer regenerieren sich sehr schnell. Die Braunalgen stammen aus den Fjorden Islands, wo die Natur noch unberührt und frei von Schadstoffen ist; die Ernte erfolgt schonend. SeaCell trocknet die Algen schonend, mahlt sie mit einer speziellen Technologie sehr fein und gibt dieses Pulver direkt in die flüssige Zellulose. So bleiben alle wertvollen Substanzen bei der Verarbeitung erhalten.

Video + Fotos: (C) Speidel

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